Mesopotamischer Damhirsch (Dama dama)

 

Kurzbeschreibung

Der Mesopotamische Damhirsch (lat. Dama dama mesopotamica) kam ursprünglich in Vorderasien, insbesondere in Mesopotamien, und möglicherweise auch in Nordafrika vor. Den alten Kulturen Mesopotamiens, zum Beispiel Sumerern und Assyrern, war er als Opfertier bekannt, später geriet er in Vergessenheit. Erst 1875 wurde er im südwestlichen Iran wiederentdeckt. Danach wurde er nicht wiedergefunden, bis 1957 eine IUCN-Expedition mit Hilfe des deutschen Jagdexperten Werner Trense zwischen den Flüssen Dez und Karkheh eine Herde ausfindig machen konnte. Im Ersten Golfkrieg wurde er wiederum beinahe ausgerottet; die iranischen Behörden haben die letzten Vertreter dieser Herde eingefangen und aus ihnen eine halbwilde Population von 140 Tieren gezüchtet, um die Art zu retten. Außerdem gibt es Mesopotamische Damhirsche in einigen europäischen Zoos, zum Beispiel im Tierpark Berlin, der auch das Zuchtbuch für diese Tierart führt. Die Gesamtpopulation wurde 2004 auf nur etwa 340 Tiere geschätzt, weshalb die Unterart als gefährdet eingestuft wird.

Steckbrief

Familie Hirsche
Gattung Damhirsche
Verbreitung Irak, Iran
Lebensraum Wälder mit Grasflächen
Ernährung Gras, Laub, Kräuter, Nadeln, Knospen, Triebe, im Winter auch Rinde

Tierbeschreibung

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Patenschaft

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