Wildschwein (Sus scrofa scrofa)

 

Kurzbeschreibung

Das Wildschwein (lat. Sus scrofa scrofa) ist in Eurasien natürlicherweise weit verbreitet, einzig in Wüsten und Hochgebirgen kommt es nicht vor. Wildschweine gelten als ausgesprochene Waldbewohner, sie können aber verschiedene Lebensraumtypen vom Meeresniveau bis auf 2000 m Höhe besiedeln, sofern die wichtigsten Ansprüche erfüllt sind: Deckung, Ruhe, Nahrung und, auch in Trockenzeiten, Feuchtstellen zum Suhlen. So massig Wildschweine wirken, sind sie doch schnell und ausdauernd, springen über Zäune und Bäche und können auch grössere Flüsse durchschwimmen. Wildschweine sind sozial lebende Tiere. Die Weibchen (Bachen) und Jungtiere (Frischlinge) bilden zusammen einen Familienverband (Rotte), der vom ältesten und erfahrensten Weibchen angeführt wird. Die männlichen Tiere (Keiler) leben fast das ganze Jahr als Einzelgänger. Das Wildschwein durchwühlt bei der Nahrungssuche den Boden nach essbaren Wurzeln, Würmern, Engerlingen, Mäusen, Schnecken und Pilzen. Wildschweine fressen neben Wasserpflanzen auch Blätter, Triebe und Früchte zahlreicher Holzgewächse, Kräuter und Gräser. Als Allesfresser nehmen sie auch Aas und Abfälle an. Nach rund 16 Wochen Tragzeit werden 4-6 Frischlinge in einem Wurfkessel aus trockenem Pflanzenmaterial abseits der Rotte geboren. Nach etwa 1 Woche finden sich die Bachen mit dem Nachwuchs und den älteren Jungtieren wieder zusammen.

Steckbrief

Familie Echte Schweine
Verbreitung Europa, Afrika, Mittel- und Südasien; in Amerika eingebürgert.
Lebensraum Laub- und Mischwälder, Fichtendickicht
Ernährung Allesfresser, Eicheln, Bucheckern, Früchte, Kräuter, Wurzeln, Aas, Mäuse, Insekten

Tierbeschreibung

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